• Philipp Jochimczyk

Wie du Dich schnell aus einem Tief befreist und wieder in deinen Flow kommst

Aktualisiert: 11. Aug 2020

Stell dir vor, du hast eine absolut produktive Phase, bist bei allem was du tust im Flow. Über Tage bist du kreativ und die Dinge die du tust gehen dir leicht von der Hand. Deine Arbeit, deine Projekte, überall kommst du wunderbar voran. Auch bei den Treffen mit deinen Liebsten bist du absolut präsent und energiegeladen. Geht ein erfüllter Tag zu Ende, weißt du schon am Abend was du am nächsten Tag alles auf die Beine stellen willst und wirst! Insgeheim wünschst du dir, dass dein Lauf ewig halten möge.





Doch plötzlich wachst du morgens auf und du spürst, dein Lauf ist vorbei. Auf einmal fällt es schwer aus dem Bett zu kommen. Obwohl du weißt, was alles gemacht werden will, fällt es dir plötzlich schwer eine Entscheidung zu treffen, womit du letztendlich loslegst. Selbst die einfachsten und kleinsten Aufgaben schiebst du jetzt nach hinten. Dir fehlt irgendwie schlicht die Energie an diesem Tag etwas zustande zu bringen. Du kommst nicht in die Gänge und während die Zeit verstreicht, fühlst du dich zunehmend unzufrieden mit dir selbst. Kein schönes Gefühl, dass wir alle kennen und mit dem du nicht allein bist - Du bist in einem klassischen Tief.





Ein Tief zu haben ist grundsätzlich erst einmal kein Problem. Wenn man es genau nimmt, läuft alles in unserem Universum in Zyklen ab. Die Bewegung der Planeten in unserem Sonnensystem, unsere Jahreszeiten, Wachstum und Vergehen der Pflanzen, unser Wetter. Wieso sollte es mit unseren Stimmungen, Emotionen und Phasen der Schaffenskraft anders sein? Ein Problem wird es erst, wenn wir von einem temporären Tief in eine Abwärtsspirale geraten aus der wir uns immer schwerer befreien können und in der sich nach und nach alte, hinderliche Gewohnheiten besonders leicht etablieren können. Dann erst stehen wir uns dauerhaft beim Leben unseres erfüllten Lebens selbst im Weg. Damit genau das nicht passiert und ihr schnell wieder in euer volle Kraft kommt, haben wir euch ein paar Tipps zusammengestellt wie ihr in fünf einfachen Schritten wieder in euren Flow kommt.


1. Erkennen und Akzeptieren


Erlebst du ein Tief, ist es wichtig dir zuerst bewusst zu werden dass du gerade in den Seilen hängst. Die eigene Down Phase zu erkennen und zu akzeptieren ohne sich selbst dafür zu verurteilen ist der erste wichtige Schritt. Nimm die negativen Gefühle wahr, die mit dem Tief einhergehen. Nicht mehr zu schaffen, was wir uns eigentlich vorgenommen haben lässt uns oft schlecht fühlen und nicht besonders gut über uns selbst denken. Das hängt vor allem mit der Leistungsgesellschaft zusammen, in der wir leben und in der wir vor allem als wertvoll gelten wenn wir etwas leisten.


Beobachte die Gefühle und Gedanken und akzeptiere sie und werde dir bewusst, dass das Tief keinerlei Einfluss auf deinen “Wert” hat. Positive Affirmationen können helfen diese erste Phase des Tiefs schnell zu überwinden: “Ja, ich habe gerade ein Tief und das ist ok!”, “Ich weiß, dass ich bald wieder zurück in alter Höchstform bin!”. “Ich darf mir auch mal eine Pause gönnen und in Ruhe sein!”.




Oft haben wir produktive Lows nach Phasen der Höchstleistung und in vielen Fällen ist das Tief nichts weiter als ein Ausdruck unseres Körpers und Geistes sich die Regeneration zu nehmen, die er gerade braucht. Wenn du das Tief als eine Phase der Entspannung siehst, wird es leichter loszulassen, zu regenerieren und damit wieder schnell auf die Beine zu kommen.


2. Für einfache Erfolge sorgen

Sich zu überwinden, etwas zu tun fällt uns in einer Phase eines Durchhängers oft besonders schwer. Daher ist es gut, einfache Entscheidungen zu treffen und mit einer kleinen Sache zu beginnen die einen kleinen Erfolg verspricht. Dies kann so simpel sein wie den Abwasch zu machen. Es ist nicht wichtig wie groß oder klein die Aufgabe ist, oder ob sie direkt auf unseren Purpose einzahlt. Etwas zu erledigen, egal was, fühlt sich immer gut an! Wenn der Abwasch gemacht ist, starte direkt mit der nächsten leichten Aufgabe. Oft eignen sich die kleinen handwerklichen Projekte, die du noch im Hinterkopf hast jetzt besonders gut. Stück für Stück kommst du so ganz automatisch von der Lethargie in ein produktives und aktives Handeln zurück. Selbst wenn du an dem Tag immer noch nicht voll zurück auf deiner Höhe bist, wirst du Abends schon viel zufriedener und erfüllter ins Bett fallen.





3. Belohnen

Sobald du schon in deinem ersten Flow der einfachen zu erledigenden Aufgaben bist, belohne dich zwischendurch. Eine Runde Sport, ein gutes, gesundes selbst zubereitetes Essen, ein Telefonat mit einem guten Freund, all das wirkt wahre Wunder. Wichtig ist gerade jetzt, nicht auf die einfachen Dopamin Lieferanten, die ein Tief eher verstärken oder verlängern, zurückzufallen. Klassiker in diesem Sinne sind die unendlichen Feeds der sozialen Netzwerke, Pornografie, 20 oberflächliche Whatsapp Nachrichten nur um eine Reaktion zu bekommen. Frag dich, tue ich das gerade weil mich wirklich interessiert was im Feed zu sehen ist, ich wirklich Lust verspüre oder wirklich integres Interesse im jetzigen Moment an meinen Whatsapp Freunden habe, oder tue ich das nur um mich von meinem Tief abzulenken und mich kurzfristig etwas besser zu fühlen?

Suche dir eine Belohnung, die nicht alte lästige Gewohnheitsmuster bedient, sondern dich zusätzlich beflügeln und aufladen.





4. Die schweren Dinge wieder angehen

Bist du erst einmal im Tun und belohnst dich mit energetisierenden Aktivitäten zwischendurch, wird es dir sehr schnell leicht fallen, dich wieder an dein eigentliches Projekt zu machen, deine Herzensangelegenheit. Nimm dir zunächst bewusst 30 min für eine etwas herausfordernde Aufgabe, die du erledigen willst und fokussiere dich ganz auf sie. Dann 60 min. Dann zwei Stunden. Ehe du dich versiehst, bist du selbst in deinem Tief auf entspannte Weise wieder produktiv und kommst langsam aber bestimmt in deinen gewohnten Flow zurück. Du hast kein Herzensprojekt? Erfahre hier mehr, wie du deinen Purpose finden kannst. Mit Purpose ist es natürlich einfacher, gar nicht erst in wirklich tiefe Löcher zu fallen.





5. Wiederholen

Der letzte Schritt besteht darin, die vorhergegangenen zu wiederholen, immer dann, wenn du wieder etwas in der Down Phase zurückfällst. Mit dieser Technik befreist du dich schon in wenigen Tagen aus deinem Tief.


Wir haben immer wieder Hochs und Tiefs, allein das Bewusstsein darüber macht es um einiges einfacher sich darüber nicht unnötig zu sorgen. Alles was zählt ist jeweils einmal mehr zurück ins Hoch zu finden.

Vielleicht beruhigt es dich auch zu erfahren, dass dieser Artikel in einem Tief entstanden ist, nachdem ich bis Mittags gebraucht habe die Wohnung zu putzen und drei Pflanzen in ein Hochbeet zu setzen. Jetzt wünschen wir dir viel Energie schnell wieder in deinen Flow zu kommen!


Was sind deine bewährten Strategien aus einem Tief schnell wieder herauszukommen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen. Hat euch der Artikel gefallen und geholfen, dann lasst uns ein Like da und teilt ihn mit Freunden, denen er vielleicht gerade jetzt helfen kann.




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